Max Nettlaus Erben: Bestandsaufnahme Antifaschismusforschung

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Max Nettlaus Erben Bestandsaufnahme zu Periodika der Anarchismusfoschung und Rezension der Ne znam Dem Anarchismus haftet – zumindest im universitären Umfeld – noch der Geruch von Schwefel an. Er wird verteufelt und mit Terror gleichgesetzt. Seine Anhänger werden als naive Randgruppe ohne historische und soziale Bedeutung abgetan. Die akademische Beschäftigung mit ihm und seinen ProtagonistInnen … weiterlesen

Deutscher PEN zum Urheberrecht

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TTIP: Deutscher PEN fordert kapitelübergreifende Generalklausel zum ausdrücklichen Schutz von Kultur, Medien und Urheberrecht und unterzeichnet 5-Punkte-Papier Keine transatlantischen Handels- und Investitions-Abkommen auf Kosten von Demokratie und Rechtsstaat, Umwelt-, Arbeits- und Sozialstandards, Subsidiarität und kultureller Vielfalt! Am heutigen internationalen Tag der kulturellen Vielfalt beteiligt sich das PEN-Zentrum Deutschland am Kultur-Tag gegen TTIP und  bekräftigt seine … weiterlesen

Reiner Kunze bekommt Strauß-Preis

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München. Mit seinen Werken hat Schriftsteller Reiner Kunze die gesamtdeutsche Literaturlandschaft in einzigartiger Weise geprägt. Hierfür wird er am kommenden Samstag (9. Mai 2015) in München von der Hanns-Seidel-Stiftung mit dem Franz Josef Strauß-Preis ausgezeichnet. Man kann Reiner Kunze als einen „poetischen Wegbereiter“ des Zusammenbruchs der DDR bezeichnen. Streitbar und mutig benannte er Unrecht als … weiterlesen

Meinungsfreiheit und Genozid

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Die deutsche Schriftstellervereinigung PEN tagt in Magdeburg „Die böse Lust am Zweifel“ schrieb einst Brigitte Reimann (1934-1974) ironisch, bezogen auf ideologische Rechthaber, die 1965 den Schriftstellern in der DDR den Zweifel austreiben wollten. Das PEN-Zentrum Deutschland nahm dies als Motto für seine Jahrestagung vom 7.-10.Mai in Magdeburg. Dabei wird auch ein neues Präsidium gewählt werden. … weiterlesen

Biographie eines anarchistischen Robin Hood

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Der 2012 verstorbene französische Romancier Bernhard Thomas beschäftigte sich in den 60er Jahren Époque mit den (anarchistischen) Illegalisten der Belle Époque in Frankreich. Er publizierte sowohl über den « anarchistischen Dieb » Alexandre Marius Jacob als auch über die, wegen ihrer Banküberfälle bekannt gewordene Bonnot-Bande. Seine biographisch-gehaltene Erzählung « Die vielen Leben des anarchistischen Diebes Alexandre Jacob » ist … weiterlesen

Mut und Wut

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In den Jahren 1978 / 1979 führten der ehemalige APO-Vordenker Rudi Dutschke und der wegen angeblicher Beteiligung an einem von der RAF verübten Banküberfall inhaftierte libertäre Autor Peter Paul Zahl (alle türen offen,  aber nein sagte Bakunin und lachte laut) einen ausgiebigen Briefwechsel. Zwei Ikonen der damaligen Linken, die in vielen Aspekten unterschiedliche Positionen vertraten, … weiterlesen

Die Verklärung der Autonomen zur Jugendkultur

« Komm’ zu den Autonomen, sonst verpasst du was ! » sang einst der autonome Liedermacher Yok Quetschenpaua. Seine Musik war damals, in den 90er Jahren, in der Szene sehr beliebt und keine Demo kam ohne seine Songs « Qdamms burning » oder « Lieselotte Meyer » aus. In dem von Klaus Farin herausgegeben Band über die Autonomen taucht sein Name nirgends … weiterlesen

Casanovas Nacht im Theater Naumburg

Jutta Schubert, über deren Aufführungen ich bereits zweimal hier berichtet habe, hat in Naumburg ihren Casanova als Einpersonenstück auf die Bühne gebracht. Die Uraufführung des Stücks fand gestern im Naumburger Theater statt. Die Verdichtung des Lebens dieses großen venezianischen Europäers, der viel zu sehr, allerdings ausdrücklich nicht von Schubert, auf die Amouren reduziert wird, ist … weiterlesen

Houellebecq und die gute Tat der jungen Welt

Houellebecq, den ich als Barbar schon seit seinem ersten großen Erfolg empfinde, dieser in das Literarische fortgesetzte Westentaschen-Celine, dem allerdings das Talent Celines völlig abgeht, ist heute Thema der Literaturbeilage der „jungen Welt“. Und ich möchte dazu raten sich diese Beilage zu besorgen. Es gibt sie auch online gegen einen kleinen Obolus. Houellebecqs neustes sprachlich … weiterlesen

VS Bundvorstand neu gewählt

Eva Leipprand vom VS-Landesverband Bayern ist die neue Vorsitzende des Verbandes deutscher Schriftsteller VS. Seit der Verbands-Gründung im Jahr 1969 ist die Autorin, Kritikerin und Übersetzerin die zweite Frau in dieser Position. Sie wurde beim Schriftstellerkongress (VS in ver.di) am 8. Februar 2015 gewählt. Ihre Stellvertreter sind der bisherige Vorsitzende Imre Török (Baden-Württemberg) und Regine … weiterlesen

Peter Abraham verstorben

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Peter Abraham ist tot. Der Jugend- und Kinderbuchautor, der seine großen, millionenfach gedruckten Erfolge in der DDR feierte, starb am 6. Februar im Alter von 79 Jahren in Potsdam. Die Jugendbücher „Das Schulgespenst“, der Roman „Die Schüsse auf der Arche Noah“ und „Rotfuchs und andere Leute“ wurden in viele Sprachen übersetzt und erreichen Auflagezahlen von … weiterlesen

Offene Arbeit

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Anlässlich des 25. Jahrestages der Maueröffnung und der damit verbundenen Jubelfeiern erschien beim Graswurzelverlag der Sammelband « Alles verändert sich, wenn wir es verändern » von der Buchgruppe Offene Arbeit. Aus den Reihen der Offenen Arbeit, dem radikalsten Flügel der DDR-Opposition, stammt auch der wegen seiner antifaschistischen Tätigkeiten im Visier der Polizei stehenden Dresdner Jugendpfarrer Lothar König, … weiterlesen

Für das Kleinsein gelobt …

Jörg Sundermeier sagt im Sonntagsgespräch des Buchmarktes: „Die kleineren Verlage, die sich ja oft an die komplizierteren Texte oder Editionen herantrauen, werden tatsächlich weniger besprochen, oder aber sie werden für ihr Kleinsein gelobt und für die Ausstattung der Bücher, ganz so, wie Oma ein Kind tätschelt, wenn es ein Gedicht gut aufgesagt hat, aber mit … weiterlesen

Sade’s Sensibilities

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Anlässlich des 200. Todestages von D. A. F. de Sade erschien in den USA der gemeinsam von Kate Parker und Norbert Sclippa herausgegebene Sammelband „Sade’s Sensibilities“. Acht Beiträge widmen sich der aktuellen, interdisziplinären Bedeutung von de Sades Oeuvre. Einige der BeiträgerInnen sind alte Bekannte wie z.B. John Philipps aus Grossbritannien, der u.a. eine Einführung zu … weiterlesen

Jean Genet und Deutschland

Das Jahr 2010 stand literarisch im Zeichen des 100. Geburtstages von Jean Genet, dem französischen enfant terrible der Literatur. Das ranzösische Magazine Litteraire widmete ihm zu Ehren eine Ausgabe, an der Universität Dijon fand ein Kolloquium (Métamorphoses de Jean Genet) statt und auch an der Freien Universität Berlin wurde ihm die Würdigung einer wissenschaftlichen Tagung … weiterlesen

Ungehorsam! Disobedience!

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Im Jahre 2012 hat das Bündnis Interventionistische Linke gemeinsam mit der Rosa Luxemburg Stiftung eine Konferenz zum Thema « Ziviler Ungehorsam » organisiert, an der nach Veranstalterangaben rund 400 Menschen teilnahmen. Nun ist der Tagungsband bei Edition Assemblage mit einer Creative Commons Lizenz erschienen. Die Beiträge selber sind auch im Netz zu finden. Über die Ausrichtung jener … weiterlesen

De Sade oder die Vermessung des Bösen

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„Der Historiker Volker Reinhardt legt in dieser seriösen De-Sade-Biographie seit mehr als zwei Jahrzehnten das wahre Leben des südfranzösischen Adligen hinter den zahlreichen Mythen und Bildern frei“ heißt es regelrecht marktschreierisch auf dem Rückcover von Volker Reinhardts neuer Sade-Biographie  „De Sade oder die Vermessung des Bösen“. Er selber nennt als Anspruch – und folgt damit … weiterlesen

Bericht aus dem Irgendwo

“Wasserstand und Tauchtiefe“ heißt der Roman Karsten Krampitz‘, der dieser Tage im verdienstvollen Verbrecher Verlag erschienen ist. Wie immer, so bin ich halt, werde ich Ihnen den Inhalt weitgehend verheimlichen, allerdings weniger als sonst, weil ich in diesem Falle über Sprache und Komposition nicht schreiben kann, ohne nicht auch über den Inhalt zu schreiben – … weiterlesen

Ein wunderbares Erstlingswerk

Ich erinnere mich Anfang des Jahres im BAIZ am Tresen gesessen zu haben, in einer ganz und gar berlinischen Nacht, und wir, das heißt ich und ein mir Unbekannter, versuchten zu ergründen, was Talent eigentlich sei. Da hatte ich Punk Pygmalion noch nicht gelesen. Sonst hätte ich leicht sagen können: „Das Talent heißt mit Vornamen … weiterlesen

vom schlachtfeld will ich nicht berichten

Im kleinen und, wie soll ich sagen?, etwas eigenartigen elbaol verlag hamburg, ist ein Büchlein mit Gedichten von Günter Abramowski erschienen. „vom turm“ heißt der schmale Band, ist zum Schleuderpreis von 5,95 Euro zu haben und auch in Ihrer Buchhandlung bestellbar. Ich schreibe auch Gedichte. Ich liebe Lyrik. Ich bin mit Heinrich Heine persönlich befreundet, … weiterlesen